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Fabelverzeichnis
Die chinesische Fabel
Mit den Worten: "Neun von zehn meiner Reden sind allegorisch, ich stütze
mich auf
Bilder aus
meiner Umwelt, wenn ich meine Anschauungen darlege," prägte der
chinesische Philosoph
Zhuangzi hier erstmalig den Ausdruck yuyan, - "allegorische
Rede," - der
heute Fabel oder Parabel bedeutet. Mit diesem Ausspruch markiert er die
Geburt der
chinesischen Fabel.
Wer war dieser Zhuangzi?
Zhuangzi (chin. 莊子 / 庄子, ca. 365 - 290 v. Chr.) bedeutet
"Meister
Zhuang." Sein persönlicher Name war Zhuang Zhou (莊周 / 庄周).
Er war ein Philosoph
und Dichter. In der deutschen Transkription ist er auch als Dschuang Dsi
bekannt. Wie bei fast allen seinen Zeitgenossen sind die biografischen
Daten
Zhuangzis nur bruchstückhaft und nicht gesichert. Die wesentlichen Angaben stammen von Sima Qian (ca.
145–90
v. Chr.).
Seinem Werk Shiji (Kap. 63) zufolge hatte Zhuangzi
eine Zeit lang ein
Amt in dem Ort Qiyuan (漆園) inne, der zu
Meng (蒙) im Staat Song gehörte.
Fabel und Parabel, - die der Chinese als literarische Gattungen nicht
unterscheidet -
gelangten
im 4. und 3. Jh. v.u.Z. zu einer Blüte, die nicht nur in China sondern
auch in der übrigen Welt
ihresgleichen sucht. Die meist hochgebildeten Verfasser der Fabeln und Parabeln schöpften aus
dem reichen
Schatz
der Mythologie und Geschichte. Die Fabeln wurden geschaffen oder aus dem Volksmund übernommen und
gesammelt,
von Männern
die in Opposition zur Regierung standen. Ein großer Liebhaber der
Volksdichtung, war z.B. Feng Menglong, dessen Sammlungen von Erzählungen und Witzen der Nachwelt unschätzbare Perlen
der Literatur beschert haben.
Der Auswahl der Fabeln liegt folgende Ausgabe zugrunde: altchinesische Spruchweisheit - im Verlag für fremdsprachige Literatur,
Peking 1961
Gefunden habe ich sie ©Reclam 1962
zu den Fabeln
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