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Minnesänger
Reinmar der Alte geb. vermutlich um 1200

seine Lieder
Kreuzlieder
Herkunft und Stand sind unbekannt, ebenso sein Sterbedatum. Um die Person dieses Minnesängers hat sich ein förmliches Dickicht von
Hypothesen gebildet. Nachweisbar ist aber folgendes: Reinmar war wohl
ein älterer Zeitgenosse Walthers von der Vogelweide. Sein Verhältnis mit
Walther als "Fehde" bezeichnen zu wollen kann man als verfehlt
betrachten.
Es ist sicherlich nicht auszuschließen, ja sogar wahrscheinlich, dass
Reinmar und Walther in irgendeinem Konkurenzverhältnis standen. Viele
vermuten einen Existenzkampf um die Stellung
am Wiener Hof. Wie sich das alles abspielte, lässt sich aber heute nicht
mehr erklären.
Der Beiname "der Alte" dient zur Unterscheidung von späteren Vertretern
(unter anderem
Reinmar von Zweter, Reinmar der Fiedler). Die Lieder Reinmars stellen die Ideologie der "Hohen Minne" in reinster
und gleichzeitig extremer
Weise dar. Sie sind gekennzeichnet durch eine
weitgehend begriffliche bilderlose Sprache sowie durch geradezu
bohrendes analysieren. Durch die Schwierigkeiten in der Überlieferung seiner Texte kann man die
genaue Menge nur ungefähr angeben. Wahrscheinlich hat er auch eine Totenklage auf Herzog Leopold V. von
Österreich (gest.1194) gedichtet, genannt "Witwenklage." Melodien sind nicht überliefert.
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